Ins Leben getreten 2001/02 auf Initiative des Studium generale der Universität Freiburg/Br. als Versuch eines Brückenschlages zwischen Universität und Stadt. Mittels Aufruf in der Badischen Zeitung versammelten sich ca. 200 „an allen Formen des Theaterspieles interessierte Freiburger“. Unter Leitung von Stephanie Heine (seinerzeit Dozentin für szenisches Spiel an der Musikhochschule Freiburg) und Mithilfe des Theater Freiburg entstand eine Kompilation aus verschiedenen „Don Juan“-Vorlagen mit über 40 Schauspielern. Die fünf jeweils restlos überfüllten Aufführungen im Hörsaal „1098“ der Universität konnten das Studium generale aber nicht überzeugen das kostenintensive Projekt fortzusetzen.
Auf sich allein gestellt beschloss ein gutes Dutzend der Schauspieler zunächst als freie Gruppe unter der Bezeichnung „Theatergruppe 1098“ weiterzumachen. Unter Leitung von Stephanie Heine entstand in kompletter Eigenarbeit und ohne irgendwelche Zuschüsse 2004 ein theatralischer Abend zum Thema Musik mit Jean Tardieus „Die Sonate und die drei Herren oder wie man Musik spricht“ und Jean Anouilhs „Das Orchester“, der in Freiburg und Umgebung mit gutem Erfolg ein gutes Dutzend Aufführungen erlebte. Stephanie Heine erhielt anschließend ein festes Engagement an den vereinigten Bühnen Krefeld/Rheydt/Mönchengladbach.
Die Gruppe stand erneut vor einem Neubeginn: ein Teil des Ensembles wechselte zum „Theater in der Kantine“ in Waldkirch, der Rest gründete mit einigen angeworbenen neuen Mitspielern den Verein „Theater 1098 Freiburg eV“ und wurde Mitglied im Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg (Herbst 2004).
Nahezu ohne eigene Mittel ausgestattet mussten Kooperationspartner gesucht werden. Man fand sie in der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) der Pfarrei Maria-Hilf und der Theater-Technik AG des Rotteck-Gymnasiums Freiburg, die die erforderliche technische Logistik und das technische Personal für die weiteren Produktionen einbrachten. Es entstand eine überall spielbare Inszenierung von Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ (Regie: Dietmar Berron-Brena) mit 17 außergewöhnlich gut von Publikum und Presse aufgenommenen Aufführungen in und vor Freiburger Kirchen, mit Gastspielen in Kurparks und auf bisher theatralisch unbespielten Plätzen (zB vor einer Erwachsenenbegegnungsstätte in einem Freiburger „Problem“-Stadtteil (2005/06).
Nach mehr als 15monatiger Probenzeit kam im Herbst 2007 dann eine in allen Rollen doppelt besetzte Inszenierung Edward Albees „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ (Regie: Dietmar Berron-Brena) heraus, die in der Spielzeit 2007/08 im Raum Freiburg mehr als ein Dutzend Aufführungen erlebt hat.
Mit dieser Inszenierung gelang es erstmals als Amateurbühne professionelle Kulturveranstalter zu überzeugen, so dass Einladungen zu Gastspielen bei regional und überregional renommierten Auftrittsorten folgten (u.a. Alemannische Bühne Freiburg, Schlosskeller Emmendingen, Wallgraben-Theater Freiburg, Maritim-Hotel Titisee). Die Inszenierung wurde im April 2008 für den Deutschen Amateurtheaterpreis 2008 nominiert.
Im Sommer 2008 folgte eine bundesweit beachtete Wanderbühnentournee durch Baden-Württemberg mit einer musikalischen Bearbeitung von Grabbes „Scherz, Satire, Ironie und ihre tiefere Bedeutung“ unter dem Titel „Teufel mögen’s heiß“ (Regie: Franziska Winterberg Musik: Andreas Binder) mit 20 Aufführungen an 16 Orten in 23 Tagen.
Neben den „klassischen“ Bühnenproduktionen legt die Gruppe auch Schwerpunkte im Bereich „Lesung“. So entstand 2006 eine vom Ensemble eingelesene Doppel-CD mit Märchen („Märchen für Marika“, Eigenvertrieb), 2007 folgte ein Abend mit lyrischen und poetischen Texten zum Thema „Mond“, der im Jahre 2009 eine szenische Lesereihe mit Erstlingsstücken aus dem Deutschen Theaterverlag Weinheim folgt.
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